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	<title>CoreFinance &#187; Anlageprodukte</title>
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	<description>Die vernünftige Seite über Finanzen, Börse und Rohstoffe</description>
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		<title>Gold! Aber woher nehmen?</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 22:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anlageprodukte]]></category>
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		<category><![CDATA[gold]]></category>
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		<description><![CDATA[Gold sollte in der aktuellen Lage eigentlich wesentlich teurer sein. Grund: überall enorme Risiken, überall nachgebende Währungen, allerorten (immer noch) hohe Inflation. Und trotzdem scheint es immer noch billig zu sein. Doch woher nehmen? Warum ist praktisch kein Gold physisch lieferbar? Börsen-Gold ist kein Gold In Wirklichkeit wird an den Terminbörsen kein Gold gehandelt, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gold sollte in der aktuellen Lage eigentlich wesentlich teurer sein. Grund: überall enorme Risiken, überall nachgebende Währungen, allerorten (immer noch) hohe Inflation. Und trotzdem scheint es immer noch billig zu sein. Doch woher nehmen? Warum ist praktisch kein Gold physisch lieferbar?<br />
<span id="more-53"></span></p>
<h2>Börsen-Gold ist kein Gold</h2>
<p>In Wirklichkeit wird an den Terminbörsen kein Gold gehandelt, sondern Gold-Futures. Und genau betrachtet sind Gold-Futures gar kein Gold, sondern Schulden.</p>
<p>Nein, das meine ich ernst. Börsengold ist ein Papier, das besagt, das eine Partei einer anderen irgendwann in der Zukunft Gold liefern wird. Dafür bezahlen wir heute einen Geldbetrag.</p>
<p>Nur ist das Problem: Wer sind diese Gegenparteien? Nun, das sind zum größten Teil, nunja, Großbanken. Und wie die allgemeine Bewertung der Zahlungsfähigkeit von Großbanken ist, darüber müssen wir eigentlich kein Geld verlieren. Die Interbankensätze sagen im Großen und Ganzen, daß die Banken sich gegenseitig für prinzipiell insolvent halten.</p>
<h2>Selbst die Banken haben kein Gold</h2>
<p>Das Problem ist, daß von all den Future-Contracts nur etwa 10% tatsächlich gedeckt sind, oder mit anderen Worten: es wird 10x mehr Gold in Futures gehandelt, als die Gegenparteien überhaupt besitzen. Wird also für mehr als 10% tatsächlich auf physischer Lieferung bestanden, dann ist das Ergebnis einfach der Bankrott eines Großteils der Handelsparteien.</p>
<p>Und genau das wird derzeit beim Börsengold eingepreist: Der &#8220;reale&#8221; Wert einer Unze Gold multipliziert mit dem Bankrottrisiko der Gegenpartei.</p>
<h2>Der Wert von physischem Gold</h2>
<p>Was eine Unze physisches Gold tatsächlich gerade Wert ist, das ist ziemlich schwierig heraus zu finden. Das liegt zum großen Teil daran, daß kaum jemand in Deutschland überhaupt gerade Gold liefern kann (kleine Mengen gehen teilweise noch).</p>
<p><a href="http://www.proaurum.de" class="liexternal">ProAurum</a> nimmt derzeit keine Bestellungen entgegen. Die Commerzbank nimmt Bestellungen an, die Lieferung wird Anfang 2009 (!) erwartet. Die US Mint hat &#8220;Schwierigkeiten mit dem Ansturm auf Gold&#8221; und verlautbart lange Lieferzeiten. Man behauptet, man habe noch nie so eine große Nachfrage erlebt. Das (gar nicht so) lustige ist, daß man nur auf ihrer eigenen Seite nachsehen muss (bei der <a href="http://usmint.gov/mint_programs/american_eagles/index.cfm?action=sales&#038;year=2008" class="liexternal">Verkaufsstatistik</a>), um herauszufinden, daß z.B. vor 2000 in <i>jedem einzelnen Jahr</i> die Nachfrage genauso hoch oder höher war als heute.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://themessthatgreenspanmade.blogspot.com/2008/10/gold-prices-getting-fishier-and-fishier.html" class="liexternal">Gold Price getting fishier and fishier</a></p>
<p>Lieferbares Gold (10 Werktage) hat laut eigener Angabe noch <a href="http://silberundgoldshop.de" class="liexternal">silberundgoldshop.de</a>, z.B. den Krügerrand für 730 EUR.</p>
<p>Aktuelle EBay-Preise (in denen auch ein Risikoabschlag vorhanden ist), taxieren die Feinunze auf etwa 650 EUR. International ist der eBay-Preis bei etwa 50% über dem COMEX Gold Spot Preis angesiedelt. *sigh*</p>
<h2>Goldpreis: die Aussage über die Banken</h2>
<p>Gehen wir also mal von 700 EUR/Unze aus. Dann entspricht das derzeit etwa 870$/Unze. Vom Gesamtmarkt sind etwa 10% der Bestände tatsächlich durch physisches Gold gedeckt, also 87$/Unze. </p>
<p>Eine Unze Börsengold kostet Stand heute 738$/Unze, also sind 651$/Unze. Das bedeutet also, daß 1-(651/(870-87)) = 16,5% Wahrscheinlichkeit für den Bankrott jedes einzelnen Handelspartners eingepreist sind &#8211; und das für eine Lieferung innerhalb der nächsten 1-2 Monate, und das gerechnet mit dem deutschen Durchschnittspreis, nicht mit dem internationalen eBay-Preis, der bei etwa 1000$/Unze liegt. Damit kommen wir auf 1-((638/900)) = 29%. Und haben noch nicht den Anteil des staatlichen Handels berücksichtigt.</p>
<h2>Große Preisspanne &#8211; Große Gefahr</h2>
<p>Durch die große Preisspanne zwischen Börsengold und physischem Gold besteht derzeit die Angst, dass das viele Käufer dazu bringen könnte, beim Fälligwerden der aktuellen Kontrakte im Dezember, eine phyische Lieferung zu verlangen (statt wie bisher die Kontrakte zu erneuern). Sollte das eintreten, dann sind die Folgen zweierlei: Zum einen größte Liquiditätsprobleme bis hin zum Bankrott, wenn nicht wieder der Staat eingreift, und zum zweiten einen sprunghaften Anstieg der physischen Goldpreise.</p>
<p>Und noch ein Further Reading hierzu: <a href="http://www.marketoracle.co.uk/Article6762.html" class="liexternal">Why Gold Is Dropping When It Should Be Rising</a></p>
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		<title>Gebühren kosten Fonds die Führung</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 15:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlageprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[eigene]]></category>
		<category><![CDATA[Fonds]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Abgeltungssteuer kommt, und das Geld sprudelt nur so in die Kassen der Fonds. Die haben ja eine Befreiung herausgehandelt, wenn intern umgeschichtet wird. So schön das auch klingt &#8211; nach den Gebühren bleibt leider nichts mehr übrig. Es hätte so schön sein können: Jetzt die eigenen Anlagen in einen Dachfonds umsatteln, und dann nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Abgeltungssteuer kommt, und das Geld sprudelt nur so in die Kassen der Fonds. Die haben ja eine Befreiung herausgehandelt, wenn intern umgeschichtet wird. So schön das auch klingt &#8211; nach den Gebühren bleibt leider nichts mehr übrig.<br />
<span id="more-35"></span><br />
Es hätte so schön sein können: Jetzt die eigenen Anlagen in einen Dachfonds umsatteln, und dann nur noch zurücklehnen, die nächsten 20 Jahre lang. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asset_Allokation" rel="nofollow" class="liwikipedia">Asset-Allokation</a>  macht dann der Fondsanbieter &#8211; und zwar ohne die leidige Abgeltungssteuer. Und da wir jetzt schon gekauft haben, sind alle Gewinne steuerfrei.</p>
<h2>Szenario</h2>
<p>Wir nehmen einmal den typischen Plan &#8220;fürs Alter sparen&#8221; an. Hier: Sie stecken mitten im Arbeitsleben. Sie wollen Ihre jetzige Geldanlage, sagen wir 100.000 EUR, investieren. Dort darf sich das Geld die nächsten 30 Jahre lang unbehelligt vermehren. Anschließend wollen Sie es über 20 Jahre hinweg gleichmäßig verbrauchen. Für den Wertzuwachs schätzen wir mal etwa 8% pro Jahr (also etwas mehr, als wir erwarten sollten).</p>
<p>So, wie sieht da ein Dachfonds aus, den Sie heute kaufen?</p>
<h2>Der Dachfonds</h2>
<p>Nehmen wir einen typischen Dachfonds mit folgenden Kennzahlen an:</p>
<p>Ausgabeaufschlag: 2,5% (auf diesen kommt es relativ wenig an)<br />
Jährliche Gebühren: durchschnittlich 1,4%</p>
<p>Bis zur entnahme fallen hier überhaupt keine Steuern an, das haben die Anbieter ja ausgehandelt. Sehr wohl fallen aber die Gebühren an. Und so entwickelt sich Ihr Vermögen damit:</p>
<p>Nach 5 Jahren: 133.508 EUR<br />
Nach 10 Jahren: 182.814 EUR<br />
Nach 20 Jahren: 342.782 EUR<br />
Nach 30 Jahren: 642.724 EUR</p>
<p>In dieser Zeit haben Sie etwa 129.562 EUR Gebühren bezahlt.</p>
<p>Bei der Auszahlung fallen ebenfalls keine Steuern an, und die Gebühren laufen weiter.</p>
<p>Sie können dann <strong>jährlich etwa 52.633 EUR</strong> entnehmen.</p>
<h2>Die traditionelle Anlage</h2>
<p>Traditionell heißt, Sie halten immer die Hälfte Ihres Geldes in sicheren Anleihen (direkt) und die andere Hälfte in Blue Chip Aktien (z.B. über billige(!) Indexfonds). Jedes Jahr gleichen schichten Sie selber Vermögen um, so daß dieses 1:1-Verhältnis wieder hergestellt ist.</p>
<p>Wenn Sie gut wählen, bezahlen Sie für den Index-Fonds etwa 0,2% Gebühren, für die Anleihen können Sie ähnlich rechnen. Und jetzt kommt die größere Rechnerei:</p>
<p>Für Altbestände (ebenjene 100.000 EUR) zahlen Sie:<br />
Für die Erträge der Anleihen Ihren persönlichen Steuersatz. Für die Hälfte des Dividendenteils Ihrer Aktien Ihren persönlichen Steuersatz. Für die Kursgewinne der Entnahme zum Ausgleich des Verhältnisses zahlen Sie nichts.</p>
<p>Für neue Bestände, die durch den 1:1-Ausgleich entstehen zahlen Sie: Für alle Erträge die Abgeltungssteuer, also je nachdem etwa 28%.</p>
<p>Außerdem dürfen Sie auf die Steuern einen Freibetrag von 750 EUR p.a. anrechnen, und zwar jedes Jahr (für Verheiratete das doppelte, aber das betrachten wir hier erstmal gar nicht).</p>
<p>Die Rechnung ist &#8211; wie Sie sehen &#8211; kompliziert, und Ihr Vermögen entwickelt sich so:</p>
<p>Nach 5 Jahren: 135.234 EUR<br />
Nach 10 Jahren: 209.220 EUR<br />
Nach 20 Jahren: 421.675 EUR<br />
Nach 30 Jahren: 834.943 EUR</p>
<p>In dieser Zeit haben Sie etwa 82.316 EUR an Steuern bezahlt.</p>
<p>Die Auszahlung läuft ebenfalls 20 Jahre. Zunächst verbrauchen Sie die &#8220;Neubestände&#8221;, dann die &#8220;Altbestände&#8221;.</p>
<p>Wollen Sie in diesen 20 Jahren auf 0 kommen, dann können Sie mit der &#8220;herkömmlichen&#8221; Anlage <strong>jährlich etwa 69.530 EUR entnehmen</strong>. Dabei ist berücksichtigt, daß Sie weiterhin den Spitzensteuersatz bezahlen müssen.</p>
<p>Aber ich denke, für zusätzliche 16.900 EUR p.a. machen Sie das bestimmt gerne.</p>
<h2>Vergleich</h2>
<p>Die Frage, wann sich welche Anlage lohnt, hängt zum größten Teil davon ab, welchen Wertzuwachs Sie pro Jahr etwa erwarten.</p>
<p>Bei den von mir angenommenen 8% haben wir gesehen, daß Sie mit einer herkömmlichen Anlage deutlich mehr erwirtschaften.</p>
<p>Der Break-Even, ab dem Sie mit einem Dachfonds besser fahren, liegt bei etwa 12-13% p.a.; ich persönlich glaube nicht, daß wir diese Rendite langfristig erwarten können.</p>
<h2>Und nächstes Jahr?</h2>
<p>Wenn Sie Ihre 100.000 EUR erst nächstes Jahr &#8220;herkömmlich&#8221; anlegen, dann zahlen Sie auf alles immer die Abgeltungssteuer.</p>
<p>Ihr Vermögen entwickelt sich dann so:</p>
<p>Nach 5 Jahren: 143.667 EUR<br />
Nach 10 Jahren: 204.525 EUR<br />
Nach 20 Jahren: 309.950 EUR<br />
Nach 30 Jahren: 801.863 EUR</p>
<p>Sie haben dann etwa 89.935 EUR an Steuern bezahlt.</p>
<p>Bei der Auszahlung auf 20 Jahre können Sie <strong>pro Jahr etwa 55.000 EUR entnehmen</strong>. Das ist zwar deutlich weniger als bei einer Anlage heute, aber immer noch mehr, als wenn Sie heute in einen Dachfonds umschichten.</p>
<p>Wie es aussieht, wenn Sie nächstes Jahr in einen Dachfonds investieren, habe ich leider nicht ausgerechnet, allerdings lohnt es sich auch nicht, weil dann zu den Gebühren bei der Auszahlung auch noch Steuern dazu kommen.</p>
<h2>Disclaimer</h2>
<p>Ich denke, die Rechnung ist richtig. Bitte korrigieren Sie mich, wenn irgendwo ein Fehler ist.</p>
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		<title>Investmentanalyse: Henkel</title>
		<link>http://finance.corelogics.de/2008/03/18/investmentanalyse-henkel/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 22:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlageprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[eigene]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Börsen in der Abwärtsspirale? Bombardiert von schlechten Nachrichten? Oder die Chance zum Einsteigen? Für einen Investor, lehrt uns Graham, ist der Zustand der Märkte wirklich unwichtig. Heute habe ich mir das Unternehmen Henkel mal näher angeschaut und geschaut, wie interessant das Investment dort gerade ist. Analyse Schritt 1 &#8211; Das Unternehmen Was mir vorschwebt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Börsen in der Abwärtsspirale? Bombardiert von schlechten Nachrichten? Oder die Chance zum Einsteigen? Für einen Investor, lehrt uns <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Graham" rel="nofollow" class="liwikipedia">Graham</a>, ist der Zustand der Märkte wirklich unwichtig. Heute habe ich mir das Unternehmen <a href="http://www.henkel.de" class="liexternal">Henkel</a> mal näher angeschaut und geschaut, wie interessant das Investment dort gerade ist.<br />
<span id="more-31"></span></p>
<h2>Analyse Schritt 1 &#8211; Das Unternehmen</h2>
<p><em><br />
Was mir vorschwebt, ist ein langfristiges Investment, mindestens fünf Jahre, wenn möglich mehr. Und wenn ich Mitunternehmer werden will, dann muß ich erstmal sehen, was das überhaupt für ein Laden ist.   </em></p>
<p>Henkel ist wirklich international, in 125 Ländern vertreten, 52.000 Mitarbeiter. Waschmittel, Shampoo, Klebstoffe. Das Geschäftsmodell ist wirklich einfach zu verstehen. Kein bischen Magie, kein New-Economy-Flair. Dafür Persil, Schauma, Pattex. Sympatisch.</p>
<p>Über 130 Jahre lang gibt es das Unternehmen jetzt. Innovativ war es auch immer: Erstes Haarwaschmittel, erstes selbsttätiges Waschmittel, erster Fernseh-Werbespot in Deutschland. Kurz gesagt: das Unternehmen arbeitet schon länger profitabel als ich denken kann.</p>
<h2>Analyse Schritt 2 &#8211; Kennzahlen</h2>
<p><em>Grahams <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898790649?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3898790649" class="amazon">Intelligent Investieren</a> nennt ein paar klare Kriterien für ein Investment in ein Unternehmen. Ich verwende eine moderne Form davon. Das einzig Moderne ist, daß die Beträge an die Inflation angepaßt sind. Das Original ist ja schon etwas älter.</em></p>
<ul>
<li><em>Gesamte Marktkapitalisierung größer als 2 Mrd. Euro</em></li>
<li><em>Kurs/Umlaufvermögen mindestens 2:1</em></li>
<li><em>Mindestens die letzten 10 Jahre Gewinne</em></li>
<li><em>Ebenfalls mindestens die letzten 10 Jahre durchgehend Dividenden</em></li>
<li><em>Über die letzten 10 Jahre ein Gewinnwachstum von mindestens 50%</em></li>
<li><em>Ein konservatives (siehe unten) KGV von höchstens 15</em></li>
<li><em>Ein Kurs/Buchwert-Verhältnis von höchstens 1,5</em></li>
<li><em>KGV*KBV maximal 22,5</em></li>
</ul>
<p><em>  So, jetzt schauen wir mal.</em></p>
<h3>Marktkapitalisierung</h3>
<p><em>Nimmt man den Wert von einschlägigen Websites, dann wird hier der aktuelle Kurs mit der Anzahl der ausstehenden Aktien multipliziert. Ich zähle außerdem langfristige Schulden dazu, denn das ist auch Kapital, das im Unternehmen steckt.</em></p>
<p>Henkel hat 260 Mio. Stammaktien und 178 Mio. Vorzugsaktien ausstehend. Zum Zeitpunkt meiner Analyse standen diese Aktien bei 25,21 EUR bzw. 27,34 EUR. Für den Aktienanteil also 11,4 Mrd.EUR. Dazu kommen noch 2,3 Mrd. EUR ausstehende langfristige Schuden, die dort noch oben drauf kommen. Also:</p>
<p align="center">Marktkapitalisierung: 13,7 Mrd. EUR (Kriterium erfüllt)</p>
<h3> <u></u>Kurs/Umlaufvermögen</h3>
<p>Hier muß ich zwischen Stämmen und Vorzügen unterscheiden. Das Umlaufvermögen findet sich im aktuellen Jahresbericht und beträgt 5,1 Mrd. EUR. Kurs meint immer: Anzahl der ausstehenden Aktien mal Kurs. Damit ergibt sich:</p>
<p><center>Kurs/Umlauf Stammaktien: 1,28 (kleiner 2, also Kriterium erfüllt)<br />
Kurs/Umlauf Vorzugsaktien: 0.95 (Kriterium ebenfalls erfüllt)  </center></p>
<h3>Jahre mit Gewinn/Dividenden</h3>
<p><em>Ein interessantes Unternehmen muß vor allem auf lange Sicht stabil und ertragskräftig sein. Die Dividenden, auf die ich mich verlassen kann, wirken außerdem beruhigend auf mich, wenn die Kurse mal wieder fallen.</em></p>
<p><center>Ununterbrochen Gewinne seit: mindestens seit 1989 (Kriterium erfüllt)<br />
Ununterbrochene Dividendenzahlungen: mindestens seit 1986 (Kriterium erfüllt)  </center></p>
<h3>Gewinn-Wachstum</h3>
<p><em>Als aktuellen Jahresgewinn nehme ich den Durchschnitt der letzten 3 Jahre (also 2005-2007), entsprechend vor 10 Jahren den Durchschnitt der Jahre 1995-1997.</em></p>
<p>Alle Gewinne kommen 1:1 aus den Jahresberichten. Gewinne 2005/06/07 sind 757, 855 und 921 Mio. EUR (Schnitt 757 Mio EUR). Für 1995/96/97 sind es 284, 320 und 372 Mio EUR (Schnitt: 325 Mio EUR).</p>
<p><center>     Gewinnwachtum: 260% in 10 Jahren (Kriterium erfüllt)  </center></p>
<h3>Kurs/Gewinn-Verhältnis</h3>
<p><em>Allgemein üblich sind KGV-Angaben, für die der derzeitige Kurs durch den vermuteten Gewinn des aktuellen Geschäftsjahres geteilt wird. Dieser KGV interessiert mich überhaupt nicht, weil diese Schätzungen regelmäßig so sehr daneben liegen, daß ich genauso gut auch raten könnte. </em></p>
<p><em>Statt dessen nehme ich die durchschnittlichen Gewinne der letzten drei Jahre (die ich ja ohnehin schon ausgerechnet habe). Das ist auch der von Graham empfohlene Wert.<br />
</em></p>
<p>Die Durchschnittsgewinn verteilt sich auf Stämme und Vorzüge, und fällt für beide typen unterschiedlich aus.</p>
<p><center>     3-Jahres-KGV Stämme: 13,1 (kleiner 15, Kriterium erfüllt)<br />
3-Jahres-KGV Vorzüge: 14,2 (Kriterium ebenfalls erfüllt)  </center></p>
<h3>Kurs/Buchwert-Verhältnis</h3>
<p><em>Wenn ich Anteile an einem Unternehmen kaufe, dann kaufe ich in Wirklichkeit ja zwei Dinge: zum einen die Aussicht auf zukünftige Gewinne, zum anderen einen Anteil am Inventar des Unternehmens. Dieses Inventar erhalte ich auf jeden Fall, die zukünftigen Gewinne nur möglicherweise. Der Anteil, den ich nur vielleicht erhalte, sollte nicht zu groß werden.</em></p>
<p>Der Buchwert ist im Jahresbericht aufgeführt, und muß nur noch auf Vorzüge und Stämme verteilt werden.</p>
<p><center>     KBV Stämme: 1,46 (kleiner 1,5, Kriterium erfüllt)<br />
KBV Vorzüge: 1,59 (Kriterium <em>nicht</em> erfüllt)  </center></p>
<h3>KGV*KBV</h3>
<p><em>Eigentlich kann das Kriterium (kleiner 22,5) gar nicht erfüllt werden. Wenn aber einer der Werte ein wenig außerhalb liegt, kann ich mich bei interessanten Unternehmen vielleicht doch noch durchringen, wenn wenigstens insgesamt die Kriterien erfüllt sind.</em></p>
<p><center>     KBV*KGV Stämme: 19,14 (Kriterium erfüllt)<br />
KBV*KGV Vorzüge: 22,5 (Kriterium ganz knapp erfüllt)  </center></p>
<h2>Analyse Schritt 3 &#8211; Proxy Statement</h2>
<p><em>Letzter wichtiger Punkt sind Insider-Geschäfte, die selbstverständlich veröffentlicht werden müssen. Diese dürfen keine Auffälligkeiten aufweisen.</em></p>
<p>Die Informationen sind unter <em>Directors Dealings</em> bei Henkel zu finden, weitere Informationen sind im Jahresbericht enthalten (z.B. in wie weit die Unternehmensführung in die Führung von Konkurrenten oder Kunden eingebunden sind). Auf die schnelle habe ich keine Besonderheiten gefunden.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Zum Zeitpunkt der Analyse erfüllen zumindest die Stammaktien alle Kriterien, die ich von Graham abgeleitet habe. Wie auch immer die Kurse sich in Zukunft entwickeln, kann man doch sagen:</p>
<p>Ich halte das Sicherheitspolster für ausreichend (und damit das Unternehmen für ein angemessenes Investment), wenn ich unter 25,80 für die Stammaktie kaufen kann. Was auch immer die Kurse in Zukunft machen mögen, weiß ich dann doch, daß ich zu einem fairen Preis eingekauft habe.</p>
<h3>Update: Aktien erworben</h3>
<p>Soeben hatte ich die Freude, einige Stammaktien für 23,39 EUR zu erwerben. Damit habe ich nochmals eine Sicherheitsmarge von über 18% gegenüber dem geschätzten inneren Wert. Ich betrachte es als eine erneute Bestätigung, daß &#8220;Krisen&#8221; auf den Finanzmärkten vor allem Gelegenheiten für den günstigen Erwerb von soliden Unternehmen darstellen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schiffsfonds &#8211; Wie gobal darf&#8217;s sein?</title>
		<link>http://finance.corelogics.de/2008/03/07/schiffsfonds-wie-gobal-darfs-sein/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 13:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlageprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[eigene]]></category>

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		<description><![CDATA[Gute Gewinne, der Geschmack der großen, weiten Welt &#8211; gewagte Finanzjonglagen, dubiose Machenschaften. Kaum ein anderes Segment ist so sehr von der Globalisierung geprägt wie Schiffsfonds. Doch was steckt dahinter, ist das für den privaten Nicht-Profi überhaupt zu durchschauen? Kapazitäten und Nachfrage passen Nachdem ein Bekannter von mir im großen Geschäft quer durch die Welt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Gewinne, der Geschmack der großen, weiten Welt &#8211; gewagte Finanzjonglagen, dubiose Machenschaften. Kaum ein anderes Segment ist so sehr von der Globalisierung geprägt wie Schiffsfonds. Doch was steckt dahinter, ist das für den privaten Nicht-Profi überhaupt zu durchschauen?</p>
<p><span id="more-11"></span></p>
<h3>Kapazitäten und Nachfrage passen</h3>
<p>Nachdem ein Bekannter von mir im großen Geschäft quer durch die Welt unterwegs ist, sind wir bei einem seiner Landgänge neulich ins Gespräch gekommen. Er konnte mir von guter Auftragslage berichten. Die Kapazitäten seien wohl stark ausgelastet, die Werfen schweißen, was das Zeug hält, woher die Offiziere für die vielen neuen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3782206703?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3782206703" TARGET="_blank" class="amazon">Ozeanriesen</a> kommen soll &#8211; das weiß niemand so genau.</p>
<p>Es gibt europaweit nur <a href="http://www.hs-bremerhaven.de/Schiffsbetriebstechnik.html" class="liexternal">wenige Hochschulen</a>, bei denen man die entsprechende, solide Ausbildung  absolvieren kann &#8211; und die anderen Märkte sind noch mehr oder minder in der Ausbildung</p>
<p>Für uns kommen neue steuerliche Rahmenbedingungen in Deutschland dazu &#8211; besonders die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3448087505?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3448087505" class="amazon">neue Abgeltungssteuer</a>. Schon deswegen sind natürlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schiffsfonds" rel="nofollow" class="liwikipedia">Schiffsbeteiligungen und -Fonds</a> ein attraktives Gebiet. Wer in den Angeboten &#8211; durchaus überschaubar wenige &#8211; etwas gräbt, der stößt schon bald auf die Besonderheiten dieses Gebiets.</p>
<h3>Sie werden Kommanditist &#8211; und damit Unternehmer</h3>
<p>In den meisten Fällen wird man direkt als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommanditist" rel="nofollow" class="liwikipedia">Kommanditist</a> ins Handelsregister eingetragen &#8211; was natürlich auch heißt, daß man noch genauer auf die Details des Unternehmens schauen sollte, als ohnehin schon.  Und da entdeckt man dann Dinge, die selbst den eingefleischten Globalisierern hier die zeigen, was <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3877486630?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3877486630" class="amazon">Globalisierung</a> wirklich bedeutet.</p>
<p>Als Beispiel hier ein Fond von <a href="http://www.emissionshaus.com" TITLE="König&amp;Cie" class="liexternal">König&amp;Cie</a>, der <a href="http://www.emissionshaus.com/kc/deutsch/schifffahrt/angebote/produktentanker3/index.xml" TITLE="Produktentanker-Fonds III" class="liexternal">Produktentanker-Fonds III</a>. Wie von einem größeren Beteiligungsunternehmen nicht anders zu erwarten, ist hier die Qualität der Informationen wirklich gut. Schon zwei Tage nach der Anfrage ist ein Päckchen(!) mit Informations- und Werbematerialien im Haus. Das ist aber auch zu erwarten, wie dem Prospekt zu entnehmen ist: Das Emissionshaus erhält schon mal mehrere Millionen € für den Vertrieb.</p>
<h3>Globalisierung spüren</h3>
<p>Genauer hineingesehen gibt es eine grobe Geschichte und eine etwas detaillierte Beschreibung.  Zunächst die grobe Geschichte:</p>
<blockquote><p>Ein Anleger gibt einem Betreiber Geld, der transportiert Waren durch die Welt und zahlt dem Anleger einen fairen Anteil an den Gewinnen.</p></blockquote>
<p>Und nun etwas detaillierter:</p>
<blockquote><p>Zunächst einmal muß das Schiff gebaut werden. Natürlich nicht in Deutschland, das wäre zu teuer, sondern in China. Dort wird es zwar nicht entworfen und geplant, aber zusammengeschweißt. Denken wir aber nicht näher über die Bedingungen in chinesischen Werften nach (<a href="http://www.chefduzen.de/thread.php?threadid=219" class="liexternal">ein Thread zu solchen Themen</a>). Die Schiffe sind robust geplant und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panamax" rel="nofollow" class="liwikipedia">Standardmodelle,</a> da kann man nicht allzu viel falsch machen. Außerdem gibt es da noch ein Unternehmen in Zypern, das die Bauaufsicht hat.</p>
<p>Das Schiff wird vom Geld der Anleger gebaut, aber nur teilweise, nämlich zu etwas weniger als der Hälfte. Der Rest sind &#8211; tja &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3470497451?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3470497451" class="amazon">Kredite</a>. Teilweise in €, teils in USD. Aber &#8211; wie wir erfahren, es ist ein Umtausch von großen Teilen in den japanischen Yen geplant.</p></blockquote>
<p>Wir bemerken: Wir haben jetzt ein Schiff, es gehört uns fast zu Hälfe und steht jetzt in China, wo es soeben feierlich übergeben wurde.</p>
<blockquote><p>Allerdings wurde es nicht uns übergeben &#8211; was sollten wir damit &#8211; sondern an eine Firma in Singapur, die aber eigentlich nur eine 100%ige Tochter eines schweizer Unternehmens ist. An die haben wir es nämlich verchartert. Also, eigentlich nicht wir, sondern das Unternehmen, das unser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Komplement%C3%A4r" rel="nofollow" class="liwikipedia">Komplementär</a> ist, die sitzen in Hamburg.  Damit die Sache für uns von Abgabenseite aus interessanter wird, ist aber zunächst noch eine andere Firma im Spiel. Diese Tochter der Muttergesellschaft der anderen Kommanditistengesellschaft der Komplementärin, für die wir das Kapital gestellt haben (Sie denken noch mit?), sorgt nämlich in ihrem Stammsitz auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marshallinseln" rel="nofollow" class="liwikipedia">Marshall Islands</a> dafür, daß das Schiff unter dieser Flagge fahren kann. Sobald die deutschen Behörden zugestimmt haben.</p></blockquote>
<p>Wir bemerken: Wir haben jetzt ein chinesisches Schiff unter der Flagge der Marshall Islands, das uns zur Hälfte gehört, an eine Firma in Singapur verchartert &#8211; und zwar für die nächsten fünf Jahre.</p>
<blockquote><p>Um überhaupt richtig in die Gänge zu kommen, brauchen wir z.B. noch eine Besatzung, und dafür (und für einiges andere) gibt es noch den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reeder" rel="nofollow" class="liwikipedia">Reeder</a>. Dafür konnte zum Glück ein Unternehmen von den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/British_Virgin_Islands" rel="nofollow" class="liwikipedia">British Virgin Islands</a> gewonnen werden, die extra dafür &#8211; zusammen mit der Muttergesellschaft der anderen Kommanditistengesellschaft&#8230; (sie erinnern sich) ein Unternehmen in Hamburg gegründet hat. Also, nicht extra für unser Schiff, sondern für alle Schiffe der Mutterge&#8230; Die haben die technische Bereederung allerdings extern Vergeben. Wir können übrigens über unsere Marshall Islands &#8211; Flagge froh sein, denn sonst müßten wir mehr EU-Personal einstellen, ähm, lassen lassen lassen.</p></blockquote>
<p>Insgesamt schwirrt mir der Kopf, irgendwie steige ich noch nicht ganz durch. Das Angebot könnte wirklich gut sein, ich weiß es einfach nicht. Schauen Sie es Sich ruhig mal an und schreiben Sie mir, was Ihnen auffällt.</p>
<h3>Investment macht Sinn &#8211; für Manche</h3>
<p>Interessant ist natürlich die Besteuerung. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tonnagesteuer" rel="nofollow" class="liwikipedia">Tonnagesteuer</a> kann sich vorteilhaft auswirken. Risikos sind die Charterraten (die sind nämlich auch in den ersten fünf Jahren dynamisch), die Zinssätze und die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3540407073?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3540407073" class="amazon">Wechselkursschwankungen</a>. Diese Risiken sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Der Anbieter weißt auch vorbildlich darauf hin.</p>
<p>Und auch ansonsten gilt das übliche: Ihr Steuerberater ist Ihr Freund, gerade bei solchen Spezialitäten.</p>
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		<title>Spekulation mit Öl? Fakten!</title>
		<link>http://finance.corelogics.de/2008/02/29/rohoel-und-spekulation/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 15:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anlageprodukte]]></category>
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		<category><![CDATA[historische Kurse]]></category>
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		<description><![CDATA[Öl ist zu billig, weil irgendwann zu Ende! Nein, er ist zu hoch, weil damit spekuliert wird! Was denn nun? Mit ein wenig Zahlenmaterial, einfachen Rechnungen und einer gewagten Schätzung läßt sich der Spekulationsanteil durchaus herausfinden! Da hat Martin Blümel in Öl wieder bei 100 Dollar &#8211; mit ganz anderer Intention &#8211; eine hervorragende Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Öl ist zu billig, weil irgendwann zu Ende! Nein, er ist zu hoch, weil damit spekuliert wird! Was denn nun? Mit ein wenig Zahlenmaterial, einfachen Rechnungen und einer gewagten Schätzung läßt sich der Spekulationsanteil durchaus herausfinden!<br />
<span id="more-14"></span><br />
Da hat Martin Blümel in <a href="http://finanzen-blog.net/2008/02/20/ol-wieder-bei-100-dollar/" class="liexternal">Öl wieder bei 100 Dollar</a> &#8211; mit ganz anderer Intention &#8211; eine hervorragende Frage gestellt:</p>
<blockquote><p> 100 Dollar für ein Faß Rohöl! Warum nur?</p></blockquote>
<p>Um diese Frage hier und für uns beantworten zu können, müssen wir uns fragen, was diese &#8220;100$&#8221; denn für uns hier bedeuten, und wie sie sich in die historische Preisentwicklung (für Öl und für unsere Währung) einreiht.</p>
<h2>Ölpreis vor historischem Hintergrund</h2>
<p>Historische Ölpreis-Daten gibt es sehr aktuell bei der <a href="http://tonto.eia.doe.gov/dnav/pet/pet_pri_spt_s1_d.htm" class="liexternal">Energy Information Administration</a> (tagesgenau) und von der <a href="http://www.peakoil.net/statistics" class="liexternal">Association for the study of Peak Oil&amp;Gas</a>. Hier die Grafik:<br />
<a href="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot.png" title="Kurs: Crude Oil Spot" class="liimagelink"><img src="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot.png" alt="Kurs: Crude Oil Spot" /></a></p>
<h2> Die europäische Sicht</h2>
<p>Ja, ich weiß &#8211; für die verarbeitende Industrie (und überhaupt für Großkonzerne) spielt das weniger eine Rolle. Für mich als europäischer Investor aber durchaus. Also, die selben Zahlen auf Euro-Basis bieten schon ein etwas anderes Bild:<br />
<a href="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot-eur.png" title="Kurs: Crude Oil Spot in EUR" class="liimagelink"><img src="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot-eur.png" alt="Kurs: Crude Oil Spot in EUR" /></a></p>
<h2>Immer noch nicht die ganze Wahrheit</h2>
<p>Jetzt noch die nächste interessante Aussage: Der Wertverfall des Euro muß natürlich auch noch rausgerechnet werden. Es wäre zu erwarten, daß der inflationsbereinigte Ölpreis dann nur noch Angebot/Nachfrage + Spekulation entspricht. Hier die Grafik preisbereinigt:<br />
<a href="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot-eur-inflation.png" title="Kurs: Crude Oil Spot in EUR" class="liimagelink"><img src="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot-eur-inflation.png" alt="Kurs: Crude Oil Spot in EUR" /></a></p>
<h2>Auf der Suche nach der Spekulation</h2>
<p>Mal davon ausgegangen, daß die Nachfrage nach Eröl sich etwa so entwickelt, wie auch die Wirtschaft &#8211; also daß die Wachstumsrate der Weltwirtschaft in etwa dem Nachfragewachstum nach Erdöl entspricht (ich hoffe, das ist eine pessimistische Annahme!), dann kennen wir die  Nachfrageseite. Für die Angebotsseite nehmen wir die Erölförderung weltweit.</p>
<p>Diese Daten waren nicht ganz einfach zu finden, es gibt sie bei der <a href="http://www.peakoil.net/statistics" class="liexternal">Association for Peak-Oil Studies</a> (für das Öl) und bei <a href="http://devdata.worldbank.org/query/default.htm" class="liexternal">der Weltbank</a> (für das weltweite GDP).<br />
Beides Rechnen wir heraus, und sollten dann eine (ganz grobe) Schätzung für den Spekulationsanteil am Erdöl erhalten:<br />
<a href="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot-speculation.png" title="Spekulationanteil im Rohöl" class="liimagelink"><img src="http://finance.corelogics.de/wp-content/uploads/2008/02/crude-oil-spot-speculation.png" alt="Spekulationsanteil im Rohöl" /></a><br />
Und, erstaunt?</p>
<p>Also, welcher Anteil gesamt (in Prozent) Spekulation ist, kann ich nicht sagen, schon weil der Startwert nicht bekannt ist (und fragt bitte nicht nach der Einheit der Y-Achse). Aber man kann qualitative Aussagen machen:</p>
<ul>
<li>Langfristig betrachtet ist der Spekulationsanteil eher gering.</li>
<li>Kurzfristig betrachtet ist der Spekulationsanteil seit Mitte 2005 in etwa gleich geblieben</li>
<li>Der Spekulationanteil ist auf dem selben Stand wie etwa 1986, 1991 und Mitte 2000</li>
<li>Aber: Er befindet sich immer noch auf einem der höchsten Stände seit Mitte 1991.</li>
<li>Und: Der Ölpreis ist zur Zeit zum <em>größten Teil von anderen Faktoren getrieben</em>.</li>
</ul>
<h3>Weiterführende Literatur</h3>
<ul>
<li>Sehr gut zum Thema Öl und Ölindustrie ist das <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3552060235?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3552060235" class="amazon">Schwarzbuch Öl. Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3100958047?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3100958047" class="amazon">Der Preis. Die Jagd nach Öl, Geld und Macht</a></li>
<li>und natürlich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3462033514?ie=UTF8&amp;tag=corelogicsde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3462033514" class="amazon">Peak Oil</a></li>
</ul>
<h3>Blogs zum Thema</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.dasboersenblog.de/rohoel-erzielt-rekordpreis/" class="liexternal">Rohöl erzielt Rekordpreis</a></li>
<li><a href="http://bohnenzaehler.blog.de/?tag=blog+nr.+303" class="liexternal">Ölpreis auf Rekord-Niveau + Studie über Ölreserven</a></li>
<li><a href="http://wirtschaft-querschuss.blogspot.com/2008/01/100-dollar-das-fass-wti-rohl.html" class="liexternal">100 Dollar das Fass WTI-Rohöl</a></li>
<li><a href="http://finanzen-blog.net/2008/01/03/wie-geschmiert/" class="liexternal">Wie geschmiert</a></li>
</ul>
<p>(Wie immer der Hinweis: Fehler können enthalten sein. Keine Projektion in die Zukunft. Unerwartete Dinge passieren. Anleger sind nicht vernünftig.)</p>
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